Bachblüten - ein Blumenstrauß für die Seele

von Christine Schweiger

 

Doldiger Milchstern Holly (Stechpalme)
Bachblüten

 

„Mit den reinen, klaren, wunderbaren Wirkstoffen der Natur zu heilen, ist sicherlich eine Methode, die uns besonders anspricht, und in der Tiefe unseres Wesens können wir diesen natürlichen Weg bestimmt als einen wahren und richtigen erfühlen.“ (Edward Bach)

Die Bachblüten werden aus Blüten von Blumen (z.B. Eisenkraut, Zichorie oder Enzian), Sträuchern ( z.B. Stechpalme, Holzapfelstrauch) und von Bäumen (z.B. Kastanie, Eiche, Olive) hergestellt. Ihre feine und sanfte Wirkung ist vergleichbar mit einem Blumenstrauß, der einen einfachen Raum mit Leben erfüllt. Es sind Heilmittel, die das Energiesystem von Menschen, Tieren und Pflanzen harmonisieren können. Edward Bach, der Begründer der Bachblütentherapie sah die Ursache von Krankheit in einer fehlenden Harmonie zwischen Geist, Seele und Körper. Diese Disharmonie kann z.B. durch einen Schock, durch lang anhaltende negative oder störende Gedanken und Gefühle wie Ängste, Unsicherheit, Zorn, Hass, mangelndes Selbstwertgefühl, etc. entstehen. Auch körperliche Beschwerden sind für Edward Bach nur der Ausdruck einer tiefer liegenden Unordnung. Das bedeutet, dass selbst schwere Krankheiten heilen können, wenn der Mensch emotional und psychisch wieder in sein Gleichgewicht gelangt.

Das Bachblütensystem
Das Bachblütensystem ist übersichtlich und auch für den Nichtmediziner leicht zu erlernen; professionelle Unterstützung kann dennoch von Vorteil sein. Es gibt 37 verschiedene  Blüten und eine Essenz, die nur aufbereitetes Quellwasser enthält (Rock Water). Dabei steht jede Blüte für eine geistige Haltung, die - wenn sie negativ gelebt wird - den  Menschen an seiner Entwicklung hindern oder ihn krank machen kann. Auf der anderen Seite stehen die Blüten aber auch für besondere Fähigkeiten, die den Menschen auszeichnen können. In jedem kranken Zustand ist auch ein großes Potenzial, das wir wahrnehmen sollten. Beispielsweise ist für ein Kind, das sehr viele Tagträume hat und sich nur schwer konzentrieren kann, die Bachblüte Waldrebe (Clematis) geeignet. Wichtig zu sehen ist, dass solche Kinder häufig eine ausgeprägte Fantasie und kreative Fähigkeiten besitzen.
Oder die gefleckte Gauklerblume (Mimulus): Sie ist für Menschen geeignet, die entweder generell unter einer übermäßigen Ängstlichkeit leiden oder sich momentan in einem solchen Zustand befinden. Sind sie gesund, so zeigt sich ein sensibler, feinsinniger Mensch, der viel Mut besitzt. Das Eisenkraut (Vervain) dagegen steht für einen Zustand, in dem der Mensch zu eisern an seinen Vorstellungen festhält und andere Meinungen nicht akzeptieren kann. Kann diese Willenstärke positiv gelebt werden, so verbindet sich Durchsetzungsvermögen mit Toleranz.
Für die  Auswahl der richtigen Blütenmischung sind Fähigkeiten wie Empathie, Lebenserfahrung und Menschenkenntnis gefragt. Besonders wichtig ist es, wertfrei und neutral zu sein. Verantwortung für unsere Krankheiten zu übernehmen bedeutet übrigens nicht, dass wir Schuld an unserem Zustand haben, es bedeutet lediglich, dass wir die Möglichkeit haben, neben schulmedizinisch vielleicht notwendigen Maßnahmen noch anderweitig zur eigenen Heilung beizutragen.

Unterschied zur  Homöopathie
Beide Therapien haben den Grundsatz „Behandle den Patienten und nicht die Krankheit!“
Die Homöopathie jedoch arbeitet mit dem Ähnlichkeitsgesetz. Es werden Substanzen gegeben, die ein ähnliches Leiden bei Gesunden hervorrufen, um beim Kranken dieselben Leiden heilen zu können. So sind bei der Homöopathie auch körperliche Zustände und Umstände der Krankheit viel wichtiger. Die Homöopathie ist viel komplexer und vielschichtiger als die Bachblütentherapie.
Bei der Bachblütentherapie werden lediglich Blüten von Pflanzen höherer Ordnung verwendet, die eine starke und hohe Qualität oder Schwingung besitzen, so dass durch ihre Einnahme die Schwingung der Menschen positiv verändert werden kann. Nur seelische und geistige Zustände sind entscheidend für die Wahl des Mittels. Die Wirkung der Homöopathie wie der Bachblüten ist wissenschaftlich umstritten. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht existiert oder erlebt werden kann. Vielleicht werden neue Messgeräte in der Zukunft neue Erkenntnisse vermitteln.

Edward Bach
Der Begründer der Bachblütentherapie, wurde 1886 bei Birmingham geboren und verstarb 1936 in Sotwell. Nach dem abgeschlossenen Medizinstudium befasste er sich zunächst mit bakteriologischer Forschung. Schon als Schulmediziner saß er stundenlang an den Krankenbetten der Patienten und suchte in Gesprächen nach den wirklichen Ursachen ihrer Erkrankung. Der Kontakt mit der Homöopathie bestätigte seine Beobachtungen. Er entwickelte eine Impftherapie auf homöopathischer Basis, die 7 Bach-Nosoden, homöopathisch zubereitete Arzneimittel zur Regeneration der Darmflora, und entdeckte, dass Menschen mit bestimmten Persönlichkeitsstrukturen auch bestimmte Nosoden brauchen. Jahrelang beobachtete er die emotionalen und psychischen Probleme seiner Patienten sowie ihre Persönlichkeitsstruktur und kam zur Überzeugung, dass eine bestimmte seelische Haltung oft Ursache oder Auslöser der körperlichen Erkrankung ist. 1930 gab er seine gut gehende Praxis auf, um den Seelenzuständen entsprechende Heilmittel in der Natur zu finden. So entdeckte er die 38 Heilmittel und die Möglichkeit, die Wirkkraft der Blüten mit der Sonnenmethode  und der Kochmethode zu erschließen.
Er selbst war ein feiner Mensch von sehr labiler Gesundheit. So wanderte er mit seinen Beschwerden durch die englische Landschaft und suchte auch immer wieder Heilblüten für sein eigenes Leiden.
Mit seinen Schriften „Die 38 Heiler“ und „Heile Dich selbst“ hat er uns ein Werk hinterlassen, das sehr viel über die menschliche Seele und ihren Einfluss auf unseren Gesundheitszustand beschreibt.

Herstellung der Bachblüten
Die Sonnenmethode:
An einem wolkenfreien Tag werden die Blüten in einer Wasserschale mit Quellwasser eingelegt und etwa 2-3 Stunden in die Sonne gestellt.
Die Kochmethode:
An einem klaren Tag werden die Blüten in einen sauberen Emaille-Topf gelegt und in Quellwasser 30 min gesiedet.
Um die Essenz zu konservieren wird sie mit Alkohol gemischt.
Für die Herstellung sollten wenn möglich nur Blüten von Pflanzen verwendet werden, die gesund sind und an Orten stehen, wo sie natürlich wachsen können.

Anwendung der Bachblüten
-    Sie können bei allen Erkrankungen zur Unterstützung gegeben werden, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht bekannt. Bei Psychosen (Schizophrenie, Manie) sollten die Bachblüten nicht oder nur von erfahrenen Menschen angewendet werden.
-    Sie können auch als Unterstützung der eigenen Entwicklung dienen oder um dem Leben einen neuen Schwung zu geben. Bewusst und unbewusst ablaufende seelische Prozesse können positiv beeinflusst werden.

Bachblüten sind besonders geeignet
-    bei Kindern, die Konzentrationsprobleme haben oder ständig erkranken,
-    zur Auflösung alter Schockerlebnisse,
-    bei Komapatienten,
-    bei Allergikern,
-    bei Schlafstörungen,
-    bei chronischer Erschöpfung können die Blüten helfen, das dahinter stehende Verhaltensmuster zu erkennen.

Besonders die Rescue-Tropfen sind in bedrohlichen Situationen, vor Prüfungen, nach Unfällen, Operationen etc., also bei allen Ereignissen im Leben, die uns aus der Mitte bringen, bestens geeignet. Sie gehören eigentlich in jede Hausapotheke. In naturheilkundlich orientierten Apotheken erhalten Sie mit den „Orginal Flower Remedies“ eine gute Qualität.

Was ist bei der Einnahme zu beachten?
-    Geeignet ist am Anfang die Einnahme von vier mal vier Tropfen täglich.
-    Es sollten nicht mehr als sieben Blüten gleichzeitig eingenommen werden, weil sonst das Energiesystem eher irritiert anstatt harmonisiert wird.
-    Häufig ist es gut, eine erfahrene Therapeutin oder einen erfahrenen Therapeuten  aufzusuchen, weil man sich selbst nicht von außen betrachten kann und die Ergebnisse in der Regel besser sein werden.

Literaturempfehlungen
Edward Bach:
Blumen, die durch die Seele heilen
Dr. med. Götz Blome: Das neue Bach-Blüten-Buch
Mechthild Scheffer: Bachblütentherapie
Nora Weeks: Edward Bach

 

Die Autorin:tl_files/2011Q3/Artikelbilder/schweiger.png
Christine Schweiger
Heilpraktikerin
Fachausbildungen: Klassische Homöopathie, Fußreflexzonentherapie und Bachblütentherapie.  Schwerpunkte: ADHS /ADS,  Burnout(prophylaxe) und Heuschnupfen.

Praxisgemeinschaft für Naturheilunde
Glümerstr. 2a in 79102 Freiburg.
Kontakt: Tel.: 0761-7671655
www.naturheilpraxis-schweiger.de

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