Naturkosmetik - wohltuende Genießerzeit

von Martina Pawellek

 

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Ein Kurzurlaub der besonderen Art ist die Behandlung bei einer Naturkosmetikerin. Bei einem duftenden Fußbad löst sich der Stress des Tages in Wärme und Wohlgefühl auf, Arm- und Handeinstreichungen lassen tief durchatmen und sind die ideale Vorbereitung für die anschließende Gesichtsreinigung mit der Naturkosmetik. Sie schließen die Augen und spüren, wie Reinigungs- und Pflegemasken, sowie eine Intensivpflege mit Ampullen in die Haut einwirken, sie beleben und regenerieren. Die anschließende Lymphstimulation mit feinen Pinseln gibt einen harmonisierenden und entstauenden Impuls an den gesamten Organismus weiter. Sie fühlen sich von Kopf bis Fuß wohlig durchströmt und kommen wieder bei sich selbst an.


Doch wer garantiert Ihnen, dass Ihre Kosmetik nur hochwertige Inhaltsstoffe enthält? Was ist gut für die Haut und halten die Produkte was sie versprechen? Die Haut besitzt eigene Kräfte sich zu versorgen und zu regenerieren und die Naturkosmetik kann sie darin optimal unterstützen.

 

Was unterscheidet die Naturkosmetik von der konventionellen Kosmetik?

  • Zuerst einmal die Inhaltsstoffe:
  • hochwertige Pflanzenöle, wie Jojoba-, Avocado-oder Mandelöl.
  • natürliche Wachse wie Bienen- oder Rosenblütenwachs
  • hautpflegende Heilpflanzen, z.B. Wundklee, Kapuzinerkresse oder Rose
  • natürliche ätherische Öle.

 

Dann ein nachhaltiges Wirtschaften. Naturkosmetik in konstant hoher Qualität und jederzeit verfügbar herzustellen, ist eine besondere Herausforderung. Nachwachsende Rohstoffe bedürfen einer umsichtigen Planung und auch einer gewissenhaften Qualitätsprüfung. Viele Heilpflanzen werden in oftmals im eigenen biologischen Pflanzenanbau kultiviert.

 

Weitere wichtige Kriterien sind die Naturreinheit, keine Tierversuche und Kontrollsiegel (BDIH, Natrue). Auch soziale Verantwortung in Form von festen Abnahmeverträgen, gerechter Bezahlung, Beratung zum biologischen Anbau vor Ort,und Hilfe zur Selbsthilfe für Anbauprojekte andernorts gehören dazu.

 

Woran erkenne ich gute Qualität?

Die meisten der Naturkosmetik-Handelsmarken in Discountern oder Drogoriemärkten tragen das BDIH-Siegel für zertifizierte Naturkosmetik. Es wird also auf Zutaten aus der Erdölchemie, synthetische Farb-und Duftstoffe und andere wenig verträgliche Zutaten verzichtet. Der BDIH gibt aber nur Mindeststandards vor und lässt den Herstellern großen Spielraum bei der Preis- und Qualitätsgestaltung. Außerdem schreibt er für nur 15 Öle und Heilkräuter vor, dass sie aus biologischem Anbau stammen müssen. Hochwertige Zutaten, wie Granatapfelsamenöl oder Rosenöl findet man in den preisgünstigen Produkten nicht.


Ein Blick auf die Zutatenliste zeigt welchen Wert diese wirklich haben. Je weiter sie hinten in der Liste stehen, desto weniger davon ist drin. Verarbeitete Zutaten wie Caprylic/angebauten Rohstoffencapric Triglyeride oder Glyceryl Stearate sind durchweg aus konventionell . Höhere Ansprüche an Ihre Produkte haben Hersteller mit dem Natrue-Label.

 

Ist Naturkosmetik generell gut verträglich?

In der Rangliste der Kontaktallergene befinden sich die Duftstoffe an erster Stelle. In hochwertiger Naturkosmetik dürfen nur natürliche ätherische Öle vorkommen. Dabei sind die Duftstoffe aber nicht chemisch isoliert, sondern sie bilden mit vielen anderen Substanzen im Verbund ein natürliches Ganzes, das den Duft ergibt. Natürliche Substanzen sind für den Menschen und die Haut leichter zu verstoffwechseln und der Körper kann damit besser umgehen. Aber für alle die auf Nummer sicher gehen wollen gibt es auch Naturkosmetik ohne Duftstoffe.


Auch Naturkosmetik kann Allergien auslösen, ganz wie herkömmliche Kosmetik. Bei Kosmetikallergien handelt es sich um so genannte Kontaktallergien. Hier spielen die Dosierung und die Einwirkzeit auf die Haut eine wichtige Rolle. Oft handelt es sich auch um Rötungen und Irritationen. Sie sind aber wegen der ähnlichen Symptome nicht immer von Allergien zu unterscheiden. Ob es sich um eine wirkliche Allergie handelt, kann nur ein Test zeigen.


Natürliche Anti-Aging-Stoffe

Jeder Lebenstag bereichert unseren Erfahrungsschatz und schenkt uns eine ganz eigene, wunderbare Austrahlung. Die äußere Schönheit benötigt jedoch ab dem 40. Lebensjahr mehr Aufmerksamkeit. Die Vitalität der Haut schwindet, sie verliert allmählich die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden, wird dadurch zunehmend trockener und schuppiger und verliert an Elastizität. Fältchen sind die Folge. Auch die Talg- und Schweißproduktion nimmt ab und mit ihr die Schutzfunktion der Haut, die empfindlicher und dünnhäutiger gegenüber Einflüssen von außen wird.

Die Naturkosmetikhersteller setzen im Anti-Aging-Bereich nicht auf den „Top Wirkstoff", sondern auf die Gesamtformulierung des Pflegeproduktes. Zum Einsatz kommen die kostbaren Öle von Nachtkerze, Sanddorn, Rose, Granatapfel oder auch Extrakte aus Rotklee, Ackerschachtelhalm u.a.. So wird die Eigenaktivität der Haut unterstützt und die Hautalterung verlangsamt.


Kosmetik auch für Männer?

Männer und Kosmetik sind schon lange keine zwei Welten mehr, die nichts miteinander zu tun haben. Nur Seife und Rasierwasser? Darf es ein bisschen mehr sein? Aber ja! Gesichtspflegecreme oder ein Antifaltengel für die Augenumgebung sind für Männer immer selbstverständlicher und das freut auch die Frauen.

 

 


Autorin:
Martina Pawellektl_files/2011Q1/Artikelbilder/2011Q1-Art14.jpg
Naturkosmetikerin


Ausbildung zur Alten- und Krankenpflegerin
Zwei Jahre Kosmetikfachschule in Freiburg
Ausbildung zur Dr. Hauschka Naturkosmetikerin und in Farb-und Stilberatung b. Huber
Eustachi. Schminken mit Naturkosmetik.
Freiburg, Max-Joseph-Metzger-Str. 6
www.home.regioseiten.com/pawellek
Tel. 0761/896 26 09

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